Hangfußentwässerung Lohme
Aufgabenstellung
Nach der spektakulären Hangrutschung am 19.03.2005 in Lohme, bei der ca. 100.000 m³ Boden zum Teil in den Hafen rutschten, wurden umfangreiche Untersuchungen zu den Ursachen und den weiteren Gefährdungen durchgeführt.
Im Rahmen dieser Gutachten wurde neben dem übersteilten Hang auch das aus dem Hinterland anströmende Grund- und Schichtenwasser als schwächendes Moment nachgewiesen. Zusätzlich wurde festgestellt, dass sich das Grundwasser an den unteren, Wasser undurchlässigen Hangschuttmassen staut.
Aufgabe der Planung war es, das sich stauende Grund- und Schichtenwasser kontrolliert und dauerhaft abzuleiten. Hierzu wurde das Verfahren der Horizontaldränagen gewählt, bei dem Dränagerohre durch die Wasser unduchlässigen Bodenschichten hindurch gebohrt werden und das sich dahinter stauende Wasser ableiten.
Im Rahmen dieser Gutachten wurde neben dem übersteilten Hang auch das aus dem Hinterland anströmende Grund- und Schichtenwasser als schwächendes Moment nachgewiesen. Zusätzlich wurde festgestellt, dass sich das Grundwasser an den unteren, Wasser undurchlässigen Hangschuttmassen staut.
Aufgabe der Planung war es, das sich stauende Grund- und Schichtenwasser kontrolliert und dauerhaft abzuleiten. Hierzu wurde das Verfahren der Horizontaldränagen gewählt, bei dem Dränagerohre durch die Wasser unduchlässigen Bodenschichten hindurch gebohrt werden und das sich dahinter stauende Wasser ableiten.
Planung und Umsetzung
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Das im Norden Deutschlands erstmalig zum Einsatz kommende Verfahren der Herstellung von Horizontaldränagen innerhalb eiszeitlich geprägter Bodenformationen stellt die Planer und die bauausführenden Unternehmen vor eine große Herausforderung. Zur Lokalisierung der zu entwässernden Bodenschichten wurden ca. 25 Rammkernsondierungen abgeteuft. Damit konnten 2 Entwässerungsbereiche mit ca. 1,0 m mächtigen Sandschichten ausgegrenzt werden. Diese wurden mit insgesamt 15 Horizontalbohrungen bis 45 m Länge erbohrt und die Bohrungen mittels Dränagerohren und Filterummantelung ausgebaut. Bild: Bohrgerät zur Herstellung der Dränagebohrungen |
| Durch die Maßnahme konnten die Grundwasserstände signifikant um bis zu 4,0 m abgesenkt werden und bereits verhängte Nutzungsuntersagungen für einige Gebäude wieder aufgehoben werden. Die Bauausführungen wurden dadurch sehr erschwert, dass die Baustelle nur über den Seeweg erreichbar war und sämtliche Maschinen und Materialien per Schiff transportiert werden mussten. Darüber hinaus mussten umfangreiche Auflagen hinsichtlich des Arbeitsschutzes erfüllt werden, da die Standsicherheit des Hanges eingeschränkt war. Bild: Ausläufe der Dränagen und Gabionen |
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Projektdaten
| Auftraggeber: | Gemeinde Lohme Amt Nord-Rügen |
| Planung: | § 56/2 HOAI 1-9; § 57 |
Datenblatt - Hangfußentwässerung Lohme
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Download Hangfußentwässerung Lohme |
Bildergalerie
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